«Konstanz ruft»

Es ist mir eine Freude, Euch zum diesjährigen Treffen der Familiengemeinschaft (FGA) in Konstanz, Deutschland, am 13. September 2026 einzuladen. Vielleicht werdet Ihr Euch fragen, weshalb wir nach dem gelungenen Treffen von 2024 in Allensbach schon wieder ins Ausland gehen wollen. Lasst mich zwei Aspekte anbringen:

Die Familien-Chronik

Theodor Allenspach (1896 – 1977) hat in jahrzehntelanger Arbeit die Geschichte unseres Familiennamens erforscht. Im Mittelalter war es üblich, zugewanderte Personen nach ihrem Herkunftsort zu benennen. So stammte der 1135 erwähnte Priester Witogo do Alospach höchstwahrscheinlich aus Allensbach. Für unsere Chronik entscheidender ist der Hainricus do Alospach, welcher im 13. Jahrhundert ein Haus an der Mordergasse (heute Rosgartenstrasse) in Konstanz gekauft hatte. Seine Nachkommen sind nach Hauptwil ausgewandert und von dort in die übrige Ostschweiz weitergezogen. Wir folgen quasi unserem Namen, wenn wir uns nach dem Treffen in Allensbach nun nach Konstanz begeben.

Konstanz als Geschichtsort

Die meisten von uns kennen Konstanz aus eigener Erfahrung oder aus Zeitungsberichten als Einkaufsparadies. Was heute eine mittelgrosse deutsche Stadt ist, war in Teilen des Mittelalters ein bedeutendes Handelszentrum. Hier kreuzten sich die Handelsrouten Ost – West (Regensburg – Konstanz – Hochrhein) und Nord – Süd (Bodensee - Rheintal - Bündner Pässe). Aber auch Allensbach war damals bedeutender als heute. Es war zentral für die Versorgung der Insel Reichenau (der Damm auf die Insel wurde erst im 19. Jahrhundert erstellt) und besass sogar das Münz- und Marktrecht. Als strategisch wichtiger Ort für dessen Versorgung war Allensbach unter strikter Kontrolle des Klosters Reichenau. Nun war das Kloster Reichenau «romtreu», während der Konstanzer Bischof «königstreu» war. Unser namensgebender Vorfahre Hainricus lief quasi zur Konkurrenz über, als er von Alospach / Allensbach nach Konstanz «ausburgerte». Die Freunde der Arbeitsgemeinschaft Allensbach unterstützen uns bei der Organisation eines 30-minütigen Vortrags zur Situation im 13. Jahrhundert zum besseren Verständnis der Welt, in welcher sich Hainricus do Alospach bewegte.

Programm

Das Treffen beginnt 11:00 Uhr mit einem Apéro im Konzil in Konstanz. Diese historische Gaststätte liegt am Hafen und ist sehr nahe beim Bahnhof, welcher von der SBB angefahren wird. Nach einem kurzen organisatorischen Teil (Wahlen und Abnahme der Rechnung) wird uns Ulrich Büttner (www.die-nachtwachter.de) einen kurzen Vortrag zu Konstanz zu Zeiten von Hainricus do Alospach geben, bevor wir das Essen geniessen. Am Nachmittag gibt es zwei Stadtführungen, das Normalprogramm von 1 ½ Stunden durch Konstanz und das «erleichterte Programm» für Teilnehmer, welche etwas weniger laufen möchten. 

Der Unkostenbeitrag für Erwachsene beträgt Fr. 30.00 inklusive Essen und Getränke. Jugendliche bis 16 Jahre müssen angemeldet werden, sind aber kostenlos. 

Die Teilnehmerzahl ist auf 50 Personen beschränkt, bitte also erst bezahlen, wenn wir die Anmeldung bestätigt haben.